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Felan
Samu
Kurzgeschichten
Felans Tagebuch

Hi
Ich bin Felan, ein waschechter Samojede, geboren bin ich am 26.04.2006 in Büdingen. Auf dieser Seite erzähle ich euch wie es mir in meinem neuen Sozialverband so ergeht, was ich so alles erlebe und wie mein Alltag aussieht.

Wer wissen will, woher ich stamme und wer meine Vorfahren waren ist auf dieser Seite richtig: www.samojedenonline.de

Aber nun zurück zu mir, am 1 Juli 2006 wurde ich nach Bayern ausgewiesen, direkt an den Alpenrand zwischen Bad Tölz und Garmisch Partenkirchen, denn hier in Großweil, außerhalb des Ortes, auf einer Anhöhe lebt mein neuer Sozialverband. Ich habe mich gleich wohlgefühlt, denn sofort merkte ich, dass ich willkommen war und außerdem hatten mich meine Menschen Annette und Harald  schon vorher öfters in Büdingen besucht, ich kannte Sie also schon recht gut. Neu für mich waren die anderen Mitglieder, die drei Stubentiger, Shiva Lucy und Marcy. Sie sind allerdings noch etwas zurückhaltend mir gegenüber, vielleicht haben sie auch Angst vor mir, wahrscheinlich bin ich ihnen zu ungestüm.

Meine Menschen wollen einmal einen richtigen Rettungshund aus mir machen, ich jedenfalls freue mich schon darauf, deshalb lerne ich in der Hundeschule www.animal-learn.de auch schon fleißig die Grundkommandos.

 

Felans Eltern
Welpen

Aber zuerst ist einmal nur Spaß angesagt, meine Menschen haben extra wegen mir Ihren Urlaub getrennt angetreten um sich ganz mir widmen zu können. Zuerst hatte Harald 2Wochen Urlaub, dann Annette 4Wochen und danach wieder Harald 2Wochen, das heißt es waren 8 Wochen mit einer rund um die Uhr Betreuung. Herrlich!!! Ich war aber auch vorbildlich. Stubenrein war ich innerhalb weniger Tage (und bin es auch bis heute geblieben)!!! Das Wetter hat auch gepasst, für mich allerdings jedoch etwas zu warm, Annette und Harald haben es genossen, jeden Tag in der Wiese liegen und faulenzen, dachten Sie jedenfalls, dem konnte ich aber einen Strich durch die Rechnung machen, schließlich bin ICH nicht auf der Welt um nur faul in der Sonne zu liegen.

meine Eltern Tycho und Chaju

Ankunft

Nach der langen Reise von Büdingen nach Großweil musste ich erst mal schlafen 

Felan

Der grüne bin ich!

Felan
Felan

Mir wurde gesagt,das dieses Bild meinen Charakter wiederspiegelt

Am 19 August 2006 durfte ich zum ersten Mal mit Harald zum Bergwachtdienst

Hier bin ich an der Loisach zum Abkühlen.

Meinen ersten Einsatz hatte ich auch schon. Dodges Rettung. Leider durfte ich die Bergwachthütte nicht verlassen, Harald meinte ich sei noch zu jung, und könne noch nicht so lange laufen, na da hat er aber mich gewaltig unterschätzt! Also durfte nur Max mit, muss natürlich neidlos anerkennen, dass Max einen guten Job machte. Dodge wurde am zweiten Tag total erschöpft im Schnee gefunden. Das Ganze spielte sich am Rabenkopf ab.

 

Bergwacht Dodges Rettung

Dogge wird getragen, er ist zu schwach zum Laufen

Endlich zuhause

Dogge ist wieder Zuhause

Annette mit Felan

Ich mit Annette oberhalb der Kreutalm

......... Was wurde mir nicht alles versprochen wenn ich nach Bayern gehe.... Schnee ohne Ende, Frost und Kälte schon ab September.....
und was war, der erste Schnee fiel im November, da allerdings ganz ordentlich, na ja für mich reicht´s ... erst mal.
.....so blieb´s dann auch bis Weihnachten, meine Menschen erzählten mir, dass an Weihnachten immer mit einem Warmlufteinbruch zu rechnen ist, damit das Christkind nicht friert wenn es auf die Welt kommt, kann ich verstehen, ich hatte es auch gerne warm, als ich auf die Welt kam.

Wir gingen deshalb bis nach Oberammergau, damit ich mal richtige Kälte spüren kann, Minus 10° waren das..... mindestens!!!

Felan am Herzogstand

Herzogstand Januar 2007

Felan im Winter

Weihnachten 2006 in Oberammergau

Felan und Harald am Wank

Auf dem Wank Januar 2007

Also das Jahr 2007 fing schon mal gut an, zuerst kein Schnee zu Silvester und dann, irgendwann mitten in der Nacht dieser furchtbarer Lärm, na es war bloß gut, dass Annette, sich nicht auch aus der Wohnung geschlichen hat, so wie alle anderen. Sicherheitshalber versteckte ich mich unter dem Wohnzimmertisch, man weiß ja nie.... Die Rettungshundeausbildung bei den Johannitern hat Harald abgebrochen, der einzige Ausbilder für über 20 Hunde war noch vom alten Schlag, ....so mit blindem Gehorsam, usw. er kam halt aus dem Schutzhundebereich und ist dann 1980 mit seinem Wissen stehen geblieben erzählte mir Harald. Zum Glück muß ich nicht diese Schule durchlaufen, also gehorchen muss ich schon, aber wenn ich mich mal nicht genau direkt neben meinen “Chef” setzte ist das auch nicht schlimm. Letztendlich hat sich diese Staffel zerschlagen und wurde dann nochmals neu gegründet, allerdings haben die neuen Ausbilder auch keinen direkten Bezug zur Rettungshundearbeit und da Samojeden sowieso Exoten in der Rettungshundearbeit sind werde ich von Harald und anderen Trainern direkt ausgebildet, ob ich dann irgendwann mal zu einer Staffel gehe weiß ich noch nicht. Nach anfänglichem Training im Bereich Flächensuche, Fährtensuche und Mantrailing habe ich beschlossen mich auf das Mantrailing zu konzentrieren. Als Flächensuchhund fehlt mir der absolute Lauf- und Stöberwille.Fährtensuche ist auch ok aber das Mantailen macht mir am meisten Spaß

Trucker

Am Truppenübungsplatz in Munster

Felan on Tour

Warten an der Schießbahn

Sehr viel Spaß machen mir auch meine langen Ausflüge mit Harald. Im März durfte ich eine ganze Woche mit auf den Truppenübungsplatz nach Munster. Das war super. Den ganzen Tag zusammen mit Harald im Freien auf einer riesigen Wiese, die Abende verbrachten wir dann in einer Ferienwohnung direkt in der Lüneburger Heide. Ganz toll war der Ausflug am Sonntag durch die Heide, natürlich war ich überall wo ich auftauchte im Mittelpunkt.  Nicht zu vergessen die lange Fahrt im LKW, diese Ausicht von so weit oben, ich war begeistert, so eine Fahrt gefällt mir fast besser als eine Fahrt mit dem Auto

Felan und Harald in der Westernstadt Templin

Im September fuhren wir dann für 3Wochen in Urlaub, nach Mecklenburg Vorpommern, genauer gesagt nach Lychen. Wir wohnten in einer eigenen Blockhütte, mit viel Platz rundum. Es war herrlich mit meinem Sozialverband durch die Wildniss zu streifen. Wir besuchten auch die Westernstadt in Templin und waren mit dem Motorboot unterwegs.

FElan an der Ilz

Gleich im Januar besuchte mich meine Schwester Fijari, da war natürlich ausgiebiges Spielen angesagt. Eine ganze Woche lang. HERRLICH!!

Leider gabs nur wenig Schnee, aber es reichte für kleinere Ausflüge.

Der richtige Schnee kam dann erst an Ostern. Am Karfreitag konnten wir von unserem Haus direkt mit den Schneeschuhen loslegen. Leider hat nur Harald Schneeschuhe, aber irgendwann lerne ich es auch nach ihm in der Spur zu laufen, aber zur Zeit muß ich vorne weg, schließlich möchte ich den Weg erkunden.

Im Sommer haben wir dann den Bayerischen Wald erkundet, so wie hier an der Ilz, da ist es dann auch schön kühl, das macht mir mehr Spass als in der Hitze zu laufen.

zum Ende des Sommers war mein Bruder Fenjo mit seinem Rudel zu Besuch, was echt super war, denn die hatten eine Ferienwohnung mit eigenem Hundeplatz, nur schade dass die Zeit so schnell vorüber war.

Felan und Fenjo

Mein Partner hat die Bergwachtbereitschaft gewechselt, er ist jetzt in der Bereitschaft Grafenau und wenn Ausbildungsabende sind dann darf ich ab und zu auch mit.

Wir wohnen jetzt nämlich schon fest in unserem neuen Haus im Bayerischen Wald, war anscheinend für meine Menschen recht stressig die Renovierung und der Ausbau aber das ist vorbei, jetzt ist wieder mehr Zeit für mich und meine zwei Katzenfreunde.

Einmal konnte ich mich nicht bremsen und bin einem Reh hinterher gejagt, Harald hat wohl noch am anderen Ende der Leine (15m) geschlafen, denn der ist im hohen Bogen auf eine frisch geodelte Wiese gefallen. Leider gibt es davon keine Bilder !!!
Ich kann mir nicht erklären warum er mich nicht lobte, da ich doch das Reh vor ihm sah !

Außerdem habe ich einen richtigen Hundefreund gefunden.....Sam,

sobald wir Freitag ankommen sind kenne ich nur ein Ziel nichts wie rüber zu Sam der schon sehnsüchtig auf mich wartet. Jetzt ist erst mal ausgiebig toben angesagt. Dann am Samstag in der Früh geht´s schon zum ersten Spaziergang, meistens in einem für mich noch neuen Gebiet da gibt´s dann meistens was zu entdecken und wenn es nur ein Reh ist.

Sam
Samu und Annette
Samu Ankunft
Samu

Tja, am ersten Weihnachtsfeiertag 2008 bekamen wir ein neues Familienmitglied: Samu, ein Samojede aus der Samojedennothilfe. Vorgestellt auf der Homepage hat er sich mit: “Hallo ich bin’s der Samu.........” aber da war’s auch schon um meine Zweibeiner geschehen. Als sie Samu´s Bild das erste mal sahen, wie er so voller Zuversicht, trotz seiner lädierten Nase in die Kamera lächelte, da wussten sie, dass Samu zu uns gehört. Erst später hat Samu mir erzählt, dass er auf einer Finka lebte, aber sehr einsam war, da sich niemand um ihn kümmerte. Er versuchte von dort auszubrechen, indem er die Nase unter den Gitterstäben hindurch streckte, in der Hoffnung sich durchgraben zu können, deshalb ist das Fell von der Nase komplett abgeschabt, er hofft aber, dass das wieder heilt. Eines Tages hatte er es aber geschafft, er konnte fliehen und fand über Umwegen letztendlich den Weg zu uns. Zuerst wurde er von unseren Zweibeiner als Pflegehund aufgenommen, um zu schauen wie ich mich mit Ihm vertrage, aber das ist natürlich bei meinem Gemüt kein Problem gewesen und deshalb ist er seit Februar für immer bei uns.
Weihnachten und Silverster war natürlich etwas anstrengend, denn Samu musste anfangs alle paar Stunden raus, er hatte ja nie gelernt seine Bedürfnisse zu kontrollieren. Aber das war innerhalb von Tagen kein Thema mehr. Mehr interessierten ihn unsere Katzen, aber auch hier gab´s keine Probleme. Mittlerweile lässt Marcy sich von Samu und natürlich auch von mir abschlecken und genießt es von zwei Hunden umsorgt zu werden. Shiva war etwas länger skeptisch aber auch hier hat sich alles gut eingespielt. Samu hat einmal versucht meine Stellung in Frage zu stellen, aber mit einem deutlichen Pfotenhieb auf seine Nase war klar wer hier der Chef ist. Allerdings hat er danach die Streicheleinheiten bekommen und ich nur einen bösen Blick. Verstehe einer diese Zweibeiner....
Mittlerweile arbeiten wir zusammen und verteidigen schon mal unsen Sozialverband gegen andere Vierbeiner die uns zu nahe kommen.

Felan und Samu on Tour
Familienverband Keller

Meine Vorliebe für ausgedehnte Wanderungen durch den verschneiten Bayerischen Wald teilt Samu mittlerweile auch, allerdings waren die Touren am Anfang für Samu noch etwas kürzer, aber mittlerweile kann er bei mir schon fast mithalten. Schlitten ziehen macht uns beiden einen riesen Spaß, wir sind dann hochkonzentriert bei der Sache (nicht immer aber immer öfter).

Natürlich ist eine Brotzeit zwischendurch eine willkommene Abwechslung und wird nicht verschmäht.

Zum Bergwachtdienst darf bisher nur ich mit, hier nach Dienstende von Rachel. Samu fehlt die Trittsicherheit und die innere Ruhe. Wie man sieht, trägt jeder seine eigene Brotzeit.

Samu und Felan
Bergwachtdienst mit Felan

Mittlerweile sind wir ein richtiger Sozialvverband der zusammen durch dick und dünn geht. Samu und ich halten zusammen wie Pech und Schwefel. Die Sorgen die sich unsere Zweibeiner anfangs machten, waren unbegründet. Samu lässt sich von Shiva und Marcy alles gefallen, genauso wie ich. Die Katzen haben einfach Narrenfreiheit, sind halt bloß Katzen!
Samu darf mittlerweile auch mal ohne Leine laufen, was bei mir nur in Ausnahmefällen möglich ist. Samu kommt auf Zuruf zurück (der Streber!). Ich kann einfach nicht so ohne weiteres zurückkommen, wenn doch da gerade eine frische Spur ist muss ich doch wissen wo die hinführt! Unsere Zweibeiner meinen, dass der Unterschied zwischen uns beiden enorm ist, ich bin der souveräne Eigenständige und Eigenwillige, Samu der ängstliche aber extrem verschmuste, ….wie gesagt, wir beide ergänzen uns hervorragend.
Genau wie Annette und Harald.

....... und nach getaner Arbeit darf ein kurzes Schläfchen nicht fehlen! Diese Momente genieße ich dann ganz besonders, aber nicht lange, denn es gibt ja noch sooooo viel zu entdecken!

Also das wars für dieses Jahr.

2010 geht´s weiter mit meinen Erzählungen, macht´s gut und Servus

Felan am Lusen
Harald Felan
Einsatzübung

Das neue Jahr fing gleich gut an
Einsatzübung!!!!
 ……schon am morgen nach dem Aufwachen war mir klar dass es heute was Besonderes geben muss, denn der Morgenspaziergang war sehr kurz. Nachdem wir (die Zweibeiner und wir Fellnasen)gefrühstückt hatten hat sich mein Rudelführer seine Dienstkleidung angezogen und auch ich bekam mein Spezialgeschirr angelegt, an beiden Seiten ist groß AZUBI aufgedruckt, und alle Leute bekommen gleich einen freundlicheren Gesichtsausdruck wenn sie mich damit sehen. Der große Rucksack wurde gepackt, neben dem ganzen Zeug das Harald benötigt um Verletzte zu versorgen habe ich natürlich darauf geachtet dass auch genug Leckerlie mit eingepackt wurden. Zum Schluss wurde noch der Schlitten im Auto verstaut und dann ging’s auch schon los. Mein Kumpel Samu musste daheim bleiben da er noch nicht so bergerfahren ist und auch als Spanier die Kälte und den Schnee nicht so liebt wie ich. Außerdem hat Harald gemeint ich freue wenn ich mit Ihm was alleine unternehmen kann.
Also was soll ich sagen….. es ging los.

Nach kurzer Fahrt im Auto kamen wir an einen Parkplatz, aber wo waren die anderen Bergwachtler? Niemand war da, wir waren ganz alleine. Auf meinen fragenden Blick hin meinte Harald zu mir, wir gehen voraus und treffen die anderen am Gipfel, also los, ich bekam den Schlitten bepackt mit dem Rucksack und ab ging´s. Es war ein wunderschöner Tag, Schneetreiben, windig, frostig, einfach herrlich. Nach zwei Stunden durch den frischen Schnee mit einem Steilanstieg über die Himmelsleiter (Lusen) bei der Harald mithalf den Schlitten zu ziehen, erreichten wir den Gipfel bei kräftigem Wind und Schneetreiben. Hier durfte ich erst mal alle anderen Bergwachtler die einen anderen Weg gegangen sind,  begrüßen. Es war wie immer ein großes Hallo und von jedem wurde ich kurz durchgekrault.
Dann musste ich mich auf der Seite „im Platz und bleib“ legen bis die Einsatzbesprechung beendet war. Wir haben eine Person im Gipfelbereich mit einer „Beinverletzung“ gefunden die mit dem Akja (so nennt man das Teil mit dem Zweibeiner die nicht mehr laufen können im Winter abtransportiert werden, ja ich kenn mich mittlerweile aus!) zur Hütte transportiert wurde. Harald und ich sollten voraus gehen und den besten Weg erkunden, damit die Träger nicht in den durch hohen Schnee verwehten Löchern und Spalten stecken blieben. Manchmal mussten wir auch mitziehen, auch da durfte ich mitmachen, ich hab mich mächtig ins Zeug gelegt damit wir vorwärts kamen. Nachdem das geschafft war, war Brotzeit in der Hütte angesagt, hier haben wir dann viele Touristen getroffen die alle etwas von mir wissen wollten, hier hat Harald stolz von mir und meiner Rasse erzählt. Alle anderen Hunde die mit ein der Gaststube waren haben mich nicht interessiert, ich war ja noch im Dienst!
Nach der Brotzeit hatten die anderen Bergwachtler noch eine Überraschung für mich. Ich durfte eingegrabene Personen suchen, herrlich! …. Und das alles mit Zuschauern, ich war begeistert, Harald war es wohl etwas mulmig zumute, denn unter solchen Bedingungen hatten wir noch nie geübt, aber ich war mir meiner Sache sicher. Ich musste mich mit Harald hinter dem Haus verstecken, damit wir nicht sehen wo die Person vergraben wurde und nach kurzer Wartezeit ging´s auch schon los. Harald suchte eine Stelle an der der Wind günstig stand und mit dem Kommando SUCH lies er mich los. Wie ein geölter Blitz schoss ich nach vorne, kreuz und quer suchte ich das Gelände ab, und nach kurzer Zeit hatte ich den Schneehaufen entdeckt unter der die Person versteckt lag. Für mich ein Kinderspiel, einzig der hohe Schnee war anstrengend da überall umgestürzte Baumstämme quer lagen die auch noch zugeschneit waren. Das Ganze haben wir zweimal wiederholt, wobei beim zweiten Mal extra Spuren in den Schnee getrampelt wurden um mich zu verwirren, aber weit gefehlt, mit mir nicht! So einfach trickst man keinen Felan aus.  Ich war mächtig stolz auf meine Leistung, auch Harald merkte man das an, zumal wir von den umstehenden Touristen mächtig bewundert wurden. Ich hörte so Kommentare wie… schau mal ein Rettungshund bei der Prüfung, oder … ich habe gesehen wie er jemand unter dem Schnee gefunden hat, und natürlich jede Menge Komplimente über mein Aussehen, ja das tat gut!
Leider war die ganze Sache dann auch schon vorbei, es war mittlerweile schon Nachmittag, und es ging die Strecke zum Auto zurück, Harald auf dem Schlitten, und ich nebenher, bzw. vorne weg wenn es etwas zum ziehen gab. Zuhause angekommen habe ich es mir gleich bequem gemacht und habe erst mal ein Stündchen geschlafen. Harald meinte danach, ich hätte bestimmt von dem heutigen Tag geträumt, denn ich habe im Schlaf mein bestes Samojedenlächeln aufgesetzt……

Felan Lawinensuche

Nachdem es Ende Januar auch bei uns richtig geschneit hat, haben wir am Sonntag gleich nochmals eine Suche im Schnee organisiert. Weit mussten wir ja nicht gehen um einen geeigneten Schneehaufen zu finden. Direkt gegenüber unseres Hauses liegt genug Schnee aufgetürmt um Sucharbeit durchzuführen.

Nach der Suche gings dann auf einen langen Spaziergang, so richtig zum Austoben. Meinem Kupel Samu ist der viele Schnee nicht ganz geheuer aber wenn ich eine Spur ziehe läuft er schon mit.

Felan Samu

Im Frühjar fing dann mein Partner ein Studium bei ATN zum Verhaltensberater Hund an. .....Als ob das bei meinem Wesen nötig gewesen wäre......
aber ihm macht es viel Spaß und da er sich schon immer mit Hunden und auch Wölfen beschäftigt hat, meinte er, er müßte das ganze auf eine solide Basis stellen. Er hat auch schon ein Versuchskanninchen, na ja was soll´s wenn´s ihm Spaß macht. Aber mal ganz ehrlich, mir macht´s auch Spaß, denn ich arbeite ja gerne mit.

Ja das Jahr 2011 war geprägt vom Studium von meinem Zweibeiner, für mich blieb da nicht so viel Zeit wie früher, aber die Zeit die wir dann gemeinsam verbrachten war umso intensiver. Harald hat gleich zu Beginn des Winters einen Schlitten für mich gebaut und als dann im Januar meine Halbschwester Gwynja  mit Ihrem Anhang zu Besuch kam war natürlich alles perfekt. Wir konnten eine Woche lang so richtig toben und den Winter genießen. Aber wie schon gesagt, Harald musste lernen, lernen lernen…..

Seit Anfang des Jahres gibt es ganz offiziell die Hundeschule und das Hundetraining
Mensch bleiben – Hund sein.
Haralds Traum wurde wahr!

Im April bekamen wir auch Besuch von zwei Zwergponys, die waren ausgebüchst aber wir konnten sie anlocken. In unserem Garten durften sie sich dann solange sattfressen bis der Besitzer kam und sie wieder abholte

Im August hat es dann Samu erwischt, der arme Kerl hatte solche Zahnprobleme, so dass es keine andere Möglichkeit gab als ihm fast alle Zähne zu ziehen, zum Glück bin ich von solchen Problemen bisher verschont geblieben.

Kurz danach waren wir auf dem Sommerfest der Samojeden Nothilfe, Samu der Stressbolzen ist immer ganz aufgeregt wenn so viele Fellnasen und Zweibeiner zusammenkommen also musste ich mit Harald den Spieleparcours bewältigen. Aber vorgestellt wurde dann natürlich Samu, weil er ja durch die Samojeden-Nothilfe zu uns gefunden hat.

Im Oktober fiel dann wie üblich der erste Schnee, dies haben wir natürlich sofort genutzt um einem Ausflug auf den Lusen zu machen. Im Lusenschutzhaus habe ich natürlich auch meine zwei obligatorischen Wienerle bekommen. Dies ist auch ein Grund dafür, warum für mich der Lusen der schönste Berg ist.

Anfang Dezember haben wir dann die Ruhe genossen, weil ich schon ahnte dass es so um Weihnachten rum etwas turbulenter zugehen würde und was soll ich sagen? Alle meine Erwartungen wurden sogar noch übertroffen.

Im Dezember waren wir dann zu sechst unterwegs, ja du hast richtig gelesen, sechs Samojeden auf einem Fleck. Die machen schon was her oder?

Allerdings hat mich dann eine Entzündung am Bein etwas daran gehindert den Schnee zu genießen, wobei ihr seht ja selbst, musste dass den sein? So mit T-Shirt, Annette meinte ja mir steht das aber ich weiß nicht…..

Die wenigen großen Ausflüge führten uns in die nähere Umgebung wie hier auf dem Bild in die Buchberger Leite.  Mein Kumpel Samu war auch oft dabei, allerdings blieb er lieber bei Annette und solche Felsklettereien sind nichts mehr für ihn.

Aber wer krank ist darf auch ins Bett, oder?
...aber ich freue mich schon darauf, dass ich mein Weihnachtsgeschenk ausprobieren kann, einen Bollerwagen mit Zugbügel und Spezialgeschirr
.....und weil ich den ja erst im Frühjahr ausbrobieren kann, hat Harald gleich noch einen Schlitten umgebaut für den Winter. Die Bilder gibt es dann gleich nächstes Jahr...

Ja das Jahr 2012 begann sehr gut, zuerst waren meine Freunde aus Hessen da, ich bin ja selbst ein gebürtiger Hesse, was Harald ja nicht so gerne zugeben will aber insgeheim liebt er Hessen ja genauso wie ich also haben wir mit den Flachländern erst einmal einfache Touren gemacht und dann mussten wir alle vier auch noch in der Küche die Zweibeiner beaufsichtigen, .....nur damit nix wegkommt, da musst du aufpassen, du glaubst es nicht, die sind ja so verfressen die Zweibeiner, also einfach unmöglich.....

und dann kam der große Schnee, es gab kein Halten mehr. Ich freute mich schon riesig darauf den Schlitten, den Harald gebaut hat, auszuprobieren, aber musste es ausgerechnet auf den Lusen gehen? Ihr wisst ja dass ich da oben immer eine Wiener bekomme, aber ausgerechnet bei der ersten Tour über die Himmelsleiter auf den Lusen..... manchmal weis ich wirklich nicht wie so ein Mensch denkt, aber na ja ich habe es geschafft, war aber sehr anstrengend. Natürlich durfte ich die ganze Arbeit nmachen, während die Damen einfach hinter mir her spazieren durften.

Mich freute es, dass der Schnee immer mehr wurde und auch den ganzen Februar über immer weiter wuchs, so konnten wir sehr schöne Touren durch den Bayerischen Wald machen, Harald hat darüber fast das Lernen vergessen, aber ich denke das kann er auch noch bei schlechtem Wetter nachholen.

Mein Kumpel Samu hat nun bei schlechtem Wetter ein Mäntelchen an, ich finde er schaut richtig fesch aus, meins wär’s ja nicht aber bei Samu der ja sowieso “kein richtiger Kerl” mehr ist, denke ich geht es in Ordnung. Außerdem ist er ja auch schon in einem Alter wo man ein wärmendes Mäntelchen durchaus vertragen kann.

An Haralds Geburtstag haben wir beide dann einen Ausflug zum Rachel gemacht, um die Schneehöhe zu kontrollieren, immer noch 1m! Sonst ist nicht allzu viel passiert, Harald war die meiste Zeit mit Lernen beschäftigt, nur ab und zu einige kleinere Ausflüge das war’s.

Aber dann im Mai durfte ich zur Bergwachtausbildung mit, ins steinerne Kirchlein, Abseilübung, nicht für mich ich komme in diesem Gelände auch so klar. Aber die Zweibeiner müssen da immer ein Seil nehmen, sind einfach Angsthasen und…. Bis die sich abgeseilt hatten war ich schon außen rum geflitzt und als erster unten angekommen, Ätsch…

Im Juni hat uns dann Claudia mit Jacki besucht, aber der hat immer so arrogant geschaut. Ich habe ihn einfach mal ignoriert, hilft immer. Samu die alte Schimpfbacke fand das etwas unhöflich von mir und hat sich deshalb sofort mit Jacki angefreundet.

Nach Claudias Besuch mussten wir erst einmal den Leergutexpress aktivieren um wieder Platz in der Leerguttonne zu schaffen,

….und wir bekamen auch Besuch von jemandem mit drei Hunden, dass das nicht funktioniert hat sieht man ganz gut auf dem Bild..

In der größten Augusthitze brachen wir nach Frankfurt zum diesjährigen Sommerfest der Samojeden Nothilfe auf. Samu sollte mal wieder seine alten Kumpels sehen, es war auch sehr schön dort und wir hoffen, dass wir nächstes Jahr wieder dort feiern dürfen und hoffentlich ist Samu dann noch so fit dass er ebenfalls mitfahren kann.

 

aber ich träumte weiterhin von meinem Lieblingsberg, .......dem Lusen, wie mir der Wind um die Nase weht,..................ach wäre das jetzt schön, aber das ging ja nicht, Harald musste ja lernen,

 

 

 

also ich habe in der Zwischenzeit ein schönes neues Spiel erfunden, Harald behauptet zwar dass er es erfunden hat, aber das stimmt nicht, wie ihr mir sicherlich zustimmen werdet.

So ging dann das Jahr ganz langsam zu Ende, Harald hat einen Endspurt beim Lernen eingelegt, aber den ersten Schnee Anfang Oktober haben wir dann doch beide auf einem Ausflug genossen, ansonsten habe ich es mir mit Samu auf der Tagesdecke gemütlich gemacht und ein Nickerchen gehalten.

Mäusejagen das neue Spiel für langweilige Herbst und Winterabende
Man nehme:
Spielfigur: eine Maus
Spieler: ich, Felan der Hund; Marcy die Katze; Harald der Mensch
und als Zuschauer: Annette die Frau und Shiva die Seniorkatze und Samu (völlig durch den Wind)

Die Spieleröffnung erfolgt in der Regel von den Zuschauern in der Regel von Annette mit einem freudigen Aufschrei: „Harald da ist ein Tier in unserem Wohnzimmer“ was Harald erst einmal nicht sonderlich aufregt da Tiere bei uns im Wohnzimmer nichts außergewöhnliches sind, aber bei mir und Marcy schon die Jagd Leidenschaft weckt. Die zweite Spielaufforderung ist schon etwas konkreter: „Da ist ´ne Maus im Wohnzimmer“ und schon hat das Spiel begonnen, die Katze versucht die Maus mit den Pfoten zu erreichen, diese hat sich aber unerreichbar hinter dem Schrank versteckt, ich versucht mit an den Schrank gepresster Nase, durch heftiges ein und ausatmen die Maus zu verwirren, während Harald sich noch in Stellung bringt, saußt die Maus quer durchs Wohnzimmer unter den Sessel. Die Taktik von Marcy wechselt von Pfote auf „flach wie ne Flunder“ machen, nutzt aber nichts, derweil sitze ich nur da und beobachte erst einmal. Harald schiebt erst mich und dann den Sessel zur Seite, die Maus, der Deckung beraubt, schaut Harald erst entgeistert an, Ihr Blick signalisiert eindeutig ein „Foul“ in Haralds Richtung, aber einen Unparteiischen gibt es bei dem Spiel nicht. Also saußt die Maus hinter die Stehlampe und das war ein taktischer Fehler, denn nun ist der Arm von Marcy lang genug um damit hinter die Lampe zu kommen, derweil habe ich mich ebenfalls vor der Lampe positioniert und warte mit allen Sinnen gespannt aber dennoch in aller Ruhe auf das Auftauchen der Maus, Harald hat sich in zweiter Reihe positioniert. Die Maus verlässt fluchtartig ihr Versteck, rast an mir vorbei, und versucht auch Harald zu umrunden, was er aber mit ausgestreckter rechter Hand verhindert. Für die Maus wird es dunkel. Nun heißt es schnell sein, denn die Maus verharrt nur kurz in ihrer Starre, sie geht danach schnell in die Angriffsposition über und versucht durch zubeißen den Griff zu lockern, dies kann Harald gerade noch verhindern indem er ihren Kopf mittels Daumen und Zeigefinger fixiert, ein klarer Vorteil von Menschenhänden ich hätte zum Fixieren meine Canini und die Prämolaren genommen. In einem Triumphzug geht es durch die Wohnung ins Freie, der Sieger (diesmal Harald) vorne weg, gefolgt bewundernden Blicken und den übrigen Teilnehmern, wie mir und den Katzen und der Zuschauerin, Annette. Im Garten angelangt wird die Maus zur Erholung unter einen Busch gesetzt, die Blicke von mir und Marcy wechseln von Bewunderung zu Entsetzen als wir diese Dummheit von Harald bemerken. So sind die Menschen nun mal, aber vielleicht hat der Maus das Spiel ja gefallen und sie kommt wieder.

........ ach ja, ich kann mich unsichtbar machen, schaut mal: