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Das neue Jahr fing gleich gut an
Einsatzübung!!!!
……schon am morgen nach dem Aufwachen war mir klar dass es heute was Besonderes geben muss, denn der Morgenspaziergang war sehr kurz. Nachdem wir (die Zweibeiner und wir Fellnasen)gefrühstückt
hatten hat sich mein Rudelführer seine Dienstkleidung angezogen und auch ich bekam mein Spezialgeschirr angelegt, an beiden Seiten ist groß AZUBI aufgedruckt, und alle Leute bekommen gleich einen
freundlicheren Gesichtsausdruck wenn sie mich damit sehen. Der große Rucksack wurde gepackt, neben dem ganzen Zeug das Harald benötigt um Verletzte zu versorgen habe ich natürlich darauf geachtet dass
auch genug Leckerlie mit eingepackt wurden. Zum Schluss wurde noch der Schlitten im Auto verstaut und dann ging’s auch schon los. Mein Kumpel Samu musste daheim bleiben da er noch nicht so bergerfahren
ist und auch als Spanier die Kälte und den Schnee nicht so liebt wie ich. Außerdem hat Harald gemeint ich freue wenn ich mit Ihm was alleine unternehmen kann.
Also was soll ich sagen….. es ging los.
Nach kurzer Fahrt im Auto kamen wir an einen Parkplatz, aber wo waren die anderen Bergwachtler? Niemand war da, wir waren ganz alleine. Auf meinen fragenden Blick hin meinte Harald zu mir, wir gehen
voraus und treffen die anderen am Gipfel, also los, ich bekam den Schlitten bepackt mit dem Rucksack und ab ging´s. Es war ein wunderschöner Tag, Schneetreiben, windig, frostig, einfach herrlich. Nach
zwei Stunden durch den frischen Schnee mit einem Steilanstieg über die Himmelsleiter (Lusen) bei der Harald mithalf den Schlitten zu ziehen, erreichten wir den Gipfel bei kräftigem Wind und
Schneetreiben. Hier durfte ich erst mal alle anderen Bergwachtler die einen anderen Weg gegangen sind, begrüßen. Es war wie immer ein großes Hallo und von jedem wurde ich kurz durchgekrault.
Dann musste ich mich auf der Seite „im Platz und bleib“ legen bis die Einsatzbesprechung beendet war. Wir haben eine Person im Gipfelbereich mit einer „Beinverletzung“ gefunden die mit dem Akja
(so nennt man das Teil mit dem Zweibeiner die nicht mehr laufen können im Winter abtransportiert werden, ja ich kenn mich mittlerweile aus!) zur Hütte transportiert wurde. Harald und ich sollten voraus
gehen und den besten Weg erkunden, damit die Träger nicht in den durch hohen Schnee verwehten Löchern und Spalten stecken blieben. Manchmal mussten wir auch mitziehen, auch da durfte ich mitmachen, ich
hab mich mächtig ins Zeug gelegt damit wir vorwärts kamen. Nachdem das geschafft war, war Brotzeit in der Hütte angesagt, hier haben wir dann viele Touristen getroffen die alle etwas von mir wissen
wollten, hier hat Harald stolz von mir und meiner Rasse erzählt. Alle anderen Hunde die mit ein der Gaststube waren haben mich nicht interessiert, ich war ja noch im Dienst!
Nach der Brotzeit hatten die anderen Bergwachtler noch eine Überraschung für mich. Ich durfte eingegrabene Personen suchen, herrlich! …. Und das alles mit Zuschauern, ich war begeistert, Harald war es
wohl etwas mulmig zumute, denn unter solchen Bedingungen hatten wir noch nie geübt, aber ich war mir meiner Sache sicher. Ich musste mich mit Harald hinter dem Haus verstecken, damit wir nicht sehen wo
die Person vergraben wurde und nach kurzer Wartezeit ging´s auch schon los. Harald suchte eine Stelle an der der Wind günstig stand und mit dem Kommando SUCH lies er mich los. Wie ein geölter Blitz
schoss ich nach vorne, kreuz und quer suchte ich das Gelände ab, und nach kurzer Zeit hatte ich den Schneehaufen entdeckt unter der die Person versteckt lag. Für mich ein Kinderspiel, einzig der hohe
Schnee war anstrengend da überall umgestürzte Baumstämme quer lagen die auch noch zugeschneit waren. Das Ganze haben wir zweimal wiederholt, wobei beim zweiten Mal extra Spuren in den Schnee
getrampelt wurden um mich zu verwirren, aber weit gefehlt, mit mir nicht! So einfach trickst man keinen Felan aus. Ich war mächtig stolz auf meine Leistung, auch Harald merkte man das an, zumal
wir von den umstehenden Touristen mächtig bewundert wurden. Ich hörte so Kommentare wie… schau mal ein Rettungshund bei der Prüfung, oder … ich habe gesehen wie er jemand unter dem Schnee gefunden
hat, und natürlich jede Menge Komplimente über mein Aussehen, ja das tat gut!
Leider war die ganze Sache dann auch schon vorbei, es war mittlerweile schon Nachmittag, und es ging die Strecke zum Auto zurück, Harald auf dem Schlitten, und ich nebenher, bzw. vorne weg wenn es etwas
zum ziehen gab. Zuhause angekommen habe ich es mir gleich bequem gemacht und habe erst mal ein Stündchen geschlafen. Harald meinte danach, ich hätte bestimmt von dem heutigen Tag geträumt, denn ich
habe im Schlaf mein bestes Samojedenlächeln aufgesetzt……
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